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Serbien zurück auf der Reiselandkarte
Keine leichte Aufgabe haben die serbischen Touristiker zu erfüllen. Denn obgleich das Land als ehemalige Teilrepublik Ex-Jugoslawiens auf der Landkarte seit vielen Jahrhunderten einen festen Platz einnimmt, ist die Region selbst noch immer ein „junges" Reiseland. Mit positiven Aussichten...
Übernachtungszahlen legten 2007 deutlich zu
Der Tourismus in Serbien ist weiter im Aufwind: Im Jahr 2007 registrierten die serbischen Touristiker 1.475.675 Übernachtungen, gleichbedeutend mit einer Steigerung um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit konnte sogar die Top-Marke aus dem Jahr 1990 und damit vor der Balkankrise übertroffen werden (1.468.177 Millionen). Die ausländischen Übernachtungen konnten um 48 Prozent auf 696.045 gesteigert werden (2006: 468.842). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer fiel dabei nur minimal von 2,2 Übernachtungen aus dem Vorjahr auf 2,1 in 2007.
Höchst erfreulich: Im vergangenen Jahr wurden 36.356 deutsche Reisende an Serbiens Grenzen gezählt ein Plus von knapp 30 Prozent. Einen solch‘ signifikanten Wachstumssprung hatte es zuletzt 2001/2002 gegeben. Die Deutschen generierten dabei 80.571 Nächtigungen, 27 Prozent mehr als 2006. Deutschland gehört nicht zuletzt deswegen neben den direkten Anrainerstaaten Serbiens sowie Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich zu den wichtigen Quellmärkten des Landes.
Langfristiger Tourismusplan
Damit der Trend aus den Vorjahren weiter anhält, treibt die serbische Regierung aktiv den Aufschwung weiter voran. Bis zum Jahr 2015 sollen insgesamt vier Milliarden Euro in die Tourismusbranche investiert werden. So sollen beispielsweise allein in der Vojvodina rund um den Palić-See 95 Millionen Euro eingesetzt werden, um unter anderem einen 18-Loch-Golfplatz, ein Fünfsterne-Hotel und eine Marina mit Wassersportzentrum zu errichten. Zudem eröffnet noch im Sommer 2008 ein neuer Hafen in Apatin, bislang eher durch das dort gebraute Pils bekannt, der dann der erste internationale Schiffs-Anleger flussabwärts am serbischen Teilstück der Donau sein wird (vor Novi Sad und später dann Belgrad).
Weltnaturwunder bald in Serbien?
Eindrucksvolles Beispiel für die Naturschönheiten in Serbien: Der „Teufelsort“ Djavolja Varoš. Mit seinen bizarr-schönen Felsformationen stellt er sich ab diesem Jahr zur Wahl der „Neuen Sieben Weltnaturwunder“ da heißt es Daumen drücken, denn Djavolja Varoš muss dazu in diesem Jahr genug internationale Stimmen sammeln, um unter die besten 70 zu kommen. In weiteren Auswahlverfahren werden dann bis 2010 die neuen sieben Weltnaturwunder ermittelt. Mehr Informationen unter www.new7wonders.com.
Neue Kulturaktivitäten und -routen
2008 stellt die Nationale Tourismus Organisation Serbiens zwei Kultur-Routen in den Mittelpunkt ihrer Vermarktung. Zu beiden „historischen Pfaden“ liegen auch entsprechende Faltkarten (auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) vor.
Im November 2007 wurde Serbien gemeinsam mit dem Burgund/Frankreich und Spanien in das Netzwerk der Transromanica (siehe auch www.transromanica.com) aufgenommen, die selbst wiederum im Februar 2007 als „Europäische Kulturstraße“ durch den Europarat anerkannt wurde. Serbien stößt hier mit den fünf romanischen Klöstern von Žiča, Studenica, Gradac, Djurdjevi Stupovi und Sopoćani hinzu und erweitert die Transromanica damit auch um ein anerkanntes UNESCO-Welterbe (Studenica). In Eigenregie wurde parallel dazu eine zweite Kultur-Route ausgehend von der letztjährigen UNESCO-Listung des Galerius-Palasts, auch bekannt als Felix Romuliana entwickelt. So entstand die „Serbische Route der römischen Herrscher“. Ihr Hintergrund: allein 17 römische Imperatoren wurden auf dem Gebiet des heutigen Serbien geboren, ein weiterer hier begraben.
Musikalisches Großereignis in Belgrad
Am 12. Mai letzten Jahres gewann die Serbin Marija Šerifovic in Helsinki den Eurovision Song Contest 2007. Für das Balkanland doppelt schön, ist doch das Siegerland dazu ausersehen, den Wettbewerb im Folgejahr auszutragen. Am 24. Mai ist es soweit: In Belgrad findet der Eurovision Song Contest 2008 statt. 43 Länder werden sich zwei Tage zuvor in den Halbfinalen miteinander messen, um die besten 25 Teilnehmer zu ermitteln, die dann im großen Finale um den Sieg singen. Austragungsort für Halbfinale und Finale wird die Belgrad Arena sein mit 20.000 Plätzen Serbiens größte Veranstaltungshalle, die 2005 mit der Basketball und Volleyball-Europameisterschaft eröffnet worden war.
Neuer Webauftritt fertiggestellt
Unter dem neuen Namen www.serbia.travel finden Serbien-Interessierte seit Herbst 2007 alles Wissenswerte über den Balkanstaat. Die offizielle Website der Nationalen Tourismus Organisation hält von kulturellen Sehenswürdigkeiten über Naturschönheiten, Unterkünfte bis hin zum Veranstaltungskalender für jeden Geschmack etwas bereit. Neugierig geworden? Surfen Sie doch mal vorbei!
(Stand: April 2008)
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