Albanien-Tourismus weiter auf Erfolgskurs
Ankünfte wachsen im Jahr 2006 um 28 Prozent
Im Jahr 2006 wurden im Reiseland Albanien rund 600.000 Ankünfte internationaler Reisender gezählt. Das entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 28 Prozent. Damit setzt die abwechslungsreiche Mittelmeerdestination ihren touristischen Wachstumskurs seit dem Jahr 2000 kontinuierlich fort. Albanien-Reisende fragten dabei verstärkt nach Abenteuerurlaub sowie Gruppenreisen mit dem Schwerpunkt Kultur und Sehenswürdigkeiten.
Albanische Touristiker freuten sich insbesondere über kräftige Zuwächse aus westeuropäischen Quellmärkten: Ankünfte aus dem Vereinigten Königreich, Finnland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich wuchsen im beobachteten Zeitraum um mehr als 100 Prozent. Der deutsche Markt legte im Vorjahresvergleich um 68 Prozent auf 22.545 Ankünfte zu. Auch aus den osteuropäischen Märkten konnte die Destination Zuwächse verzeichnen.
Rund 53 Prozent der Ankünfte stammen aus den Nachbarländern Kosovo, Mazedonien und Montenegro. Dabei sind es häufig Albaner, die zu Geschäftsreisen oder für den Sommerurlaub in ihr Heimatland reisen. Auf Italien und Griechenland entfällt ein Marktanteil von zusammen 13 Prozent. Das Vereinigte Königreich kommt auf einen Anteil von fünf Prozent, Deutschland, Österreich und die Schweiz erbringen zusammen vier Prozent der Ankünfte und der Marktanteil von Frankreich, Benelux sowie Skandinavien entspricht ebenfalls vier Prozent.
Zusätzlich zum Besuch kultureller Attraktionen wie den UNESCO-Welterbestätten Butrint und Gjirokastra entschieden sich Reisende bei ihrem Albanien-Urlaub im Jahr 2006 für eine Vielzahl von Aktivitäten von Kajak Fahren bis zur Radtour und besuchten Event-Highlights wie die Rallye 4x4 Albania oder die Internationale Paragliding Meisterschaft Albania Open.
So entwickelt sich der Tourismus für den Balkanstaat zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor: Laut Bank of Albania entfielen im vergangenen Reisejahr 69 Prozent der Einkünfte aus dem Außenhandel auf den Tourismussektor. Insgesamt brachte die Branche 614 Millionen Euro in das Land, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Dem World Travel & Tourism Council (WTTC) zufolge zählt die albanische Tourismusbranche rund 138.000 Arbeitsplätze, was zehn Prozent aller Jobs entspricht.
Experten sind sich einig, dass Albanien eine weiterhin positive Entwicklung als Reiseland bevorsteht: In der WTTC-Rangfolge von 174 Ländern mit prognostiziertem Tourismuswachstum für die nächsten zehn Jahre belegt der Balkanstaat Platz neun.
So hat sich die albanische Regierung das Ziel gesetzt, einen international wettbewerbsfähigen Tourismussektor für den Balkanstaat zu entwickeln. Langfristig möchte sie Albanien als Reiseziel positionieren, das nicht nur mit großer landschaftlicher und kultureller Vielfalt auf kleinem Raum begeistert. Ziel ist es auch, die hohe Sicherheit, gute Erreichbarkeit, ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis sowie ein umwelt- und sozialverträgliches Tourismuskonzept als Pluspunkt für das Reiseland Albanien zu etablieren.
Damit dies gelingt, sorgt die Regierung mit Unterstützung der Europäischen Union und internationale Organisationen für bessere touristische Einrichtungen und Services sowie den Ausbau der Infrastruktur. Investitionen in das Straßennetz werden ebenso getätigt wie in den Ausbau der Häfen, speziell der Passagierterminals, von Durres und Vllora. Darüber hinaus laufen Machbarkeits-Studien für die Weiterentwicklung der Flughäfen Vllora und Saranda.
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